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rssLounge: Eine klasse Alternative zum Google Reader

Nein, nein, das wird kein Google is evil Artikel! ;-)

Im Gegenteil… Google bietet sehr viele Dienste an, welche das Netzleben massiv vereinfachen. Allerdings auf Kosten der Anonymität. Im Moment versuche ich mich genau von dieser Abhängigkeit von Google zu lösen.

In einem meiner letzten Artikel hatte ich ja schon beschrieben, welche Alternative ich zum Google Kalender gefunden habe und diese auch problemlos verwende.

Nun habe ich mich auf die Suche nach einem Ersatz für den Google Reader begeben. Schwierige Aufgabe, denn der Google Reader ist meine tägliche Informationsquelle zu den Themen die mich interessieren.

Meine Anforderungen waren:

- Gleiche Funktionalität wie der Google Reader
- Muss auf einem eigenen Server laufen.

Als erstes bin ich auf Tiny Tiny RSS gestoßen. Von der reinen Beschreibung her sieht das Ding ganz gut aus und auch die Features können sich sehen lassen. Dennoch hatte ich mehrere Probleme TTRSS auf meinem Server zu installieren und der “Umgangston” im entsprechenden Forum hat mir auch nicht gerade gefallen. Also ging meine Suche weiter…aber nicht sehr lange. :-)

rssLounge

rsslounge ist ein News Aggregator, welcher sich in keinster Weise hinter dem Google Reader verstecken muss. Auch lässt er sich problemlos auf einen eigenen Server installieren. DAS ist die Installationanleitung laut Entwickler:

  1. Lade alle Dateien des ZIP Archivs hoch
  2. setze die Schreibrechte für die Verzeichnisse config, data/cache, data/favicons und data/thumbnails (nutze hierfür deinen FTP Client)
  3. öffne rsslounge im Browser und folge den weiteren Anweisungen

Und mehr ist auch nicht zu tun. :-)

Bei mir hat es den Google Reader komplett abgelöst!

So einfach wie die Installation bereits ist, gestaltet sich auch die Konfiguration für bisherige Google Reader Nutzer. Einfach seine Feeds aus dem GoogleReader als OPML exportieren und genauso einfach in rsslounge importieren. Fertig. Dadurch werden nicht nur die Feeds übertragen, sondern auch entsprechend konfigurierte Kategorien. Diese kann rsslounge nämlich auch verwalten. Zusätzlich zu den Kategorien kann pro Feed allerdings noch eine nummerische Priorität vergeben werden. Dieses Feature finde ich genial. Angenommen ich habe eine Kategorie A und eine Kategorie B. Innerhalb der beiden Kategorien habe ich jeweils einen hochinteressanten Feed und einen der weniger interessant ist. Dem weniger Interessanten gebe ich die Prio 2, dem anderen Prio 1. Dadurch ermöglicht rssLounge mir eine zusätzliche Reihenfolge der Feeddarstellung zu definieren unabhängig von Datum/Zeit und Kategorie. Die Anzeige der Feeds auf Basis der Prioritäten kann über einen Regler oberhalb der Feeds gesteuert werden.

Zum Beispiel:

Zeige nur Prio 1

Zeige Prio 2-5

Zeige nur Prio 10

Die Artikel werden per Default nur als Überschrift angezeigt. Durch Klick auf den Artikel öffnet sich dieser. Im Prinzip wie beim Google Reader. Ferner hat man die Möglichkeit Artikel mit einem Sternchen zu versehen, falls man sich die Artikel vielleicht später nochmals in Ruhe anschauen möchte. Eine weitere nette Möglichkeit sich nur gezielt mit Informationen zu versorgen, ist die Nutzung von Filtern, welche pro  Feed konfiguriert werden können. Also man hat zwar einen Feed abonniert, welcher sich rund um das Thema Fußball beschäftigt, möchte aber nur die Infos sehen, welche mit Bayern München (oder einem anderen Verein ;-) ) zu tun haben.

Wem der News Aggregator auf dem eigenen Server noch nicht reicht, kann zusätzlich noch einen Anonymisierer konfigurieren. rssLounge kann über einen Account vor fremden Zugriffen geschützt werden, bietet allerdings auch nur die Möglichkeit EINEN Account zu verwenden. Ich persönlich benötige aber keinen Multi-User Zugriff. Ist also für mich kein Nachteil.

Ebenfalls lobenswert ist der Support vom Entwickler. Ich habe Anfangs ein Problem bei der Nutzung gehabt und  den Entwickler mal per Mail kontaktiert. Die Antwort kam prompt und der Entwickler ist äusserst hilfsbereit.

Ihr seht… ich bin mehr als begeistert von rssLounge. Dennoch gibt es auch ein paar Nachteile bzw. Unstimmigkeiten:

  • Ich nutze u.a. den Firefox 11. Zumindest bei mir bekommt rssLounge keinen Mausklick mit unter Firefox….
  • Umlaute werden bei mir nicht immer korrekt dargestellt (sicher Einstellungssache)
  • Favicons werden bei mir nicht übernommen bzw. angezeigt
  • der für mich einzige schwerwiegende Nachteil: Es gibt keine Mobilansicht für rssLounge. Auf einem Tablet kann man noch relativ gut navigieren, allerdings auf dem Smartphone ist es dann doch sehr unübersichtlich. Es gibt bisher auch nur eine Android App, welche sich aber noch im Beta Stadium befindet… Da ich meine Feeds aber entweder über den Browser lese oder auf dem Tablet, ist das auch noch in Ordnung für mich.

Hier nochmal die Links:

rssLounge

rssLounge Android App

Zum Abschluss noch zwei Bildchen damit ihr seht, dass rssLounge auch optisch gelungen ist.

 

Einbinden eines FTP Servers über fstab

Leider ist es heutzutage immer noch der Standard, dass Provider für ihren Webspace in der Regel normale FTP Zugänge anbieten. ssh und co bekommt man meistens leider erst dann wenn deutlich mehr an den Hoster gezahlt wird… Die Angebote sind dann mit “Profi.- oder Business-Paket” betitelt.

Wer öfter mal an seiner Homepage rumbastelt, bzw. häufiger Dateien hoch und runterladen möchte, hat vielleicht nicht immer Lust einen FTP Client für jede Änderung starten zu müssen. Zumal es auch deutlich einfacher ist, Dateien zu modifzieren ohne diese vorher runter.- und danach wieder hochzuladen.

Da würde es sich doch anbieten, den FTP Server des Hosters direkt über den eigenen Datei Browser einzubinden. Und genau das ist recht einfach zu bewerkstelligen!

Installieren muss man sich nur das Paket curlftpfs. Das ist bisher in jeder mir bekannten Distribution verfügbar.

Als weitere Vorbereitung sollte ein entsprechendes Mount Verzeichnis angelegt werden.

sudo mkdir /mnt/ftpdir

nun lädt man sich die Datei etc/fstab in einen Editor seiner Wahl (Rootrechte erforderlich!).

Folgende Zeile (natürlich mit den Account Daten von eurem FTP Zugang) muss aufgenommen werden:

curlftpfs#BENUTZERNAME:PASSWORT@FTP_URL /mnt/ftpdir fuse rw,allow_other,noauto,user 0 0

Das wars auch schon. Ich habe bei mir den Eintrag mit “noauto” hinzugefügt, da ich nicht unbedingt beim Booten schon den FTP Server mounten möchte, sondern nur bei Bedarf.

InstantFox: Cooles Add-On für Firefox

Ich persönlich nutze seit langer Zeit Chromium und Firefox parallel, da beide Bowser für mich ihre Vor.- und Nachteile haben. Von der reinen Geschwindigkeit her würde ich den Chromium bevorzugen. Der Firefox glänzt wiederum mit einer schier unendlichen Anzahl an Plugins und Add-Ons. Bisher konnte der Chromium Browser bei mir auch punkten über die Suchmöglichkeit in der Adresszeile.

Und genau dieses Feature kann man dem Firefox über das Add-On InstantFox ebenfalls beibringen, bzw. sogar noch deutlich toppen!

Der Chromium nutzt für die Suche innerhalb der Adressleiste “lediglich” die Google Suchmaschine.

InstantFox kann deutlich mehr. Ich habe das Add-On so konfiguriert, dass es per Default ebenfalls die Google Suche nutzt.

Wenn ich also zum Beispiel:

Samsung Galaxy S2

in die Adressleiste eingebe, erscheint die Google Suche mit den entsprechenden Treffern.

Stelle ich dem Suchbegriff aber noch ein a voran, also:

a Samsung Galaxy S2

erscheint nicht die Google Suche als Ergebnis, sondern Amazon!

Es gibt noch weitere Präfixe wie zum Beispiel:

e für Ebay
t für Twitter
m für Google Maps
im für IMDB
d für Leo Dictionary
etc…

Ferner sind die Päfixe konfigurierbar. Auch die Performance ist sehr gut.

In der ganzen Firefox Add-On Flut ist dieses sicherlich ein Highlight und bringt wieder Punkte auf das Firefox Konto. :-)

Eigene(r) Dropbox/Cloud Storage mit Synology NAS und Sparkleshare

Online Speicher ist schon etwas feines. Mittlerweile gibt es auch zig Anbieter, welche Speicherplatz anbieten (Dropbox, Wuala, Sugarsync, etc…). Meistens bekommt man ein kleines bisschen Speicher sogar kostenlos, was in der Regel für ein paar Dokumente oder Bilder ausreicht. Will man mehr Speicher haben, muss man Geld bezahlen. Egal welcher Dienst, jeder hat seine Vor.- und Nachteile. Alle haben für mich aber etwas gemeinsam:

Jemand “Fremdes” hat MEINE Daten auf SEINEN Servern.

Und genau damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Aus diesem Grund bin ich schon länger auf der Suche nach einer Lösung um mein NAS als Online Storage zu nutzen. Bis jetzt habe ich die Platten im eigenen Netz über NFS gemounted, sodass ich mit allen Rechnern darauf zugreifen und die Dokumente bearbeiten konnte. Von Unterwegs via Android Telefon ging das ebenfalls über FTP, etc…

Komfortabler ist es aber die Dateien lokal zu bearbeiten, welche dann nach der Änderung automatisch zurück aufs NAS synchronisiert werden. Bei meiner Suche bin ich natürlich auch über Sparkleshare gestolpert.

Sparkleshare ist ein Open Source Client, welcher serverseitig ein GIT Repository benötigt.

Die folgende Anleitung bezieht sich auf einen Fedora Client und ein Synology NAS als Server. Für andere Systeme sollte es die Kombination an Software allerdings auch geben.

Installationsanleitung:

Einrichten des Synology NAS als Server

Vorbereitend muss das NAS in die Lage versetzt werden auch mit Fremdsoftware bestückt zu werden.
Hier gibt es ein gutes Tutorial dazu: Installation IPKG

Ist das Paketverwaltungssystem IPKG installiert geht es weiter mit der Installation von git.

Dazu muss man sich als root via ssh oder telnet auf dem NAS anmelden. Danach werden folgende Befehle abgesetzt:

ipkg update
ipkg install git

Nach wenigen Sekunden ist die git Installation abgeschlossen.

Falls man den Connect zum git Repository mit einem speziellen User machen möchte, sollte man diesen nun über das Webinterface (DSM) vom NAS anlegen.

Wichtig ist, dass am NAS SSH Login (DSM Webinterface) aktiviert ist, da Sparkleshare über ssh mit git redet. Damit der zu nutzende User sich dann auch wirklich über ssh anmelden kann muss die Datei

/etc/passwd noch geändert werden. Ich nutze nano also Editor, allerdings spielt der Editor keine Rolle.
Im folgenden Beispiel nenne ich den User einfach mal “Gituser”. Diesen müsst ihr dann durch den User von euch ersetzen.

nano /etc/passwd

Folgende Zeile muss geändert werden:
ALT:
Gituser:x:1026:100:Git:/var/services/homes/Gituser:/sbin/nologin
NEU:
Gituser:x:1026:100:Git:/var/services/homes/Gituser:/bin/sh

Ihr solltet euch nun testweise mit dem “Gituser” über ssh anmelden. Wenn die Anmeldung funktioniert geht es weiter.

Als nächstes sollte über das DSM Webinterface ein neuer “Gemeinsamer Ordner” angelegt werden. In diesem Ordner werden dann später die git Repository angelegt. Ich habe ihn bei mir GIT_REPO genannt. Wichtig ist, dass der User “Gituser” Schreibberechtigung für diesen Ordner bekommt!

Wenn der Ordner angelegt ist und die Berechtigungen stimmen, können wir nun auch unser erstes leeres Repository anlegen. Dazu melden wir uns als Gituser über ssh an und legen ein neues Unterverzeichnis im GIT_REPO Ordner an.

mkdir -p /volume1/GIT_REPO/Test

Nun wechseln wir in das Verzeichnis und erzeugen ein leeres Repository:

cd /volume1/GIT_REPO/Test
git init --bare

Damit haben wir unser erstes Repository und auch die ersten Arbeiten auf dem NAS abgeschlossen.

Einrichten von Sparkleshare auf dem Client:

Für Fedora sind folgende Zeilen in einem Terminal abzusetzen:

sudo curl -o /etc/yum.repos.d/sparkleshare.repo http://repos.fedorapeople.org/repos/alexh/sparkleshare/fedora-sparkleshare.repo
sudo yum install sparkleshare

Wie bereits erwähnt beziehe ich mich hier nur auf Fedora. Sparkleshare gibt es aber auch für andere Distributionen.
Die Installation auf dem Client ist damit abgeschlossen. Nun geht es an die Konfiguration.

Sparkleshare installiert sich als Dienst welcher über

sparkleshare start

starten, über

sparkleshare stop

anhalten und über

sparkleshare restart

neustarten lässt.

Nach dem ersten Start von Sparkleshare wird man aufgefordert seinen Namen und eine EMail Adresse einzugeben. Danach läuft der Dienst, welcher aber noch keine Repositories überwacht.

Wir fügen nun ein Repository hinzu über das Tray Icon von Sparkleshare (Menüpunkt “Füge ein gehostetes Projekt hinzu”. Folgender Dialog erscheint:

Repository einrichten

Da wir unseren eigenen Server nutzen wollen, wählen wir “On My Own Server”.
Als Adresse muss die IP des NAS eingetragen werden. Sparkleshare nutzt per default den Namen git, welcher beim Connect vor die IP gestellt wird. In unserem Beispiel haben wir aber den User Gituser vorgesehen, somit müsste der Eintrag für die Adresse wie folgt aussehen:

Gituser@IP_VON_EUREM_NAS

Der entfernte Pfad sieht dann so aus (wie in unserem Beispiel angelegt):

/volume1/GIT_REPO/Test

Nun klicken wir auf “Hinzufügen”, warten einen Moment und hoffen, dass eine Erfolgsmeldung kommt.

Damit man nicht immer ein Passwort für den ssh Connect eingeben muss, generieren wir uns nun ein ssh Schlüsselpaar und übetragen den Schlüssel auf das NAS.

Dies erfolgt so:

ssh-keygen
ssh-copy-id Gituser@IP_VON_EUREM_NAS

Auf dem Server entsteht folgende Datei mit den bekannten ssh Schlüsseln:

/volume1/homes/Gituser/.ssh/authorized_keys

Diese öffnen wir mit einem Editor unserer Wahl.

Auf dem Client öffnen wir die Datei:

/EUER_HOMEVERZEICHNIS/.config/sparkleshare/sparkleshare.EURE_EMAIL_ADRESSE.key.pub

In dieser Datei steht der ssh Schlüssel für Sparklshare. Diesen kopieren wir als neue Zeile in die geöffnete Datei authorized_keys.

Dadurch sollte Sparkleshare sich nun über ssh mit eurem Server verbinden können, ohne dass ihr ein Passwort eingeben müsst.

Das war es dann auch. Ab sofort sollten alle Dateien aus eurem lokalen Ordner im Hintergrund auf das NAS übertragen werden. Will man das Repository auf mehrern Rechnern nutzen, muss die Client Installation und ssh Konfiguration pro Rechner wiederholt werden.

Das ganze funkioniert bei mir auch recht zuverlässig. Der Dienst hat sich zwar schon ein paar Mal verabschiedet, aber ein Datenverlust ist mir bisher nicht entstanden.

Falls ihr Fragen habt oder ich etwas vergessen, meldet euch einfach.

Als nächstes werde ich dann mal owncloud ausprobieren. :-)

Samsung Galaxy S2: Probleme bei der Erkennung der SIM Karte bzw. IMEI Nummer

Ich habe mittlerweile mein Milestone verkauft und mir das Samsung Galaxy S2 zugelegt.

Sehr nettes Spielzeug.

Ich habe bisher noch keine Custom Firmware installiert, allerdings das Gerät 60 Minuten nach dem Auspacken gerootet. :-)

Ob es nun am Rooten liegt oder das Galaxy allgemein ein Problem hat weiss ich nicht…
Habe es ja nie ohne Rootrechte genutzt. ;-)

Auf jeden Fall kommt es sehr häufig vor, dass mein Handy kein Netz hat, da die eingelegt Sim Karte nicht gefunden wird. Somit komme ich natürlich weder ins Internet noch kann ich telefonieren…
Nachdem ich etwas im Internet recherchiert habe, scheint das Problem nicht ganz so selten aufzutreten im Bezug auf das S2… Ich habe auch diverse Foreneinträge gefunden, wo User sich über das Problem beklagen, aber weder gerootet noch eine CFW eingespielt zu haben.

Genau weiss ich auch nicht wodurch das Problem entsteht. Laut Netz habe ich drei Möglichkeiten gefunden:

- Sim Karte nicht erkannt

- IMEI Nummer ungültig bzw. ausgenullt.

- Bestimmter Speicherbereich auf dem Gerät ist readonly

Anfangs habe ich mir mit mehreren Reboots geholfen bis die Karte wieder erkannt wurde. Mittlerweile habe ich im Market ein Tool gefunden, welches genau dieses Problem beheben soll.

Als die Karte das letzte Mal nicht erkannt wurde, habe ich das Tool genutzt und seitdem ist der Fehler nicht mehr aufgetreten. Ob es Zufall ist, oder wirklich durch die App behoben wurde weiss ich nicht genau. Ich gehe aber fast davon aus, dass es durch die App kommt.

Hier werde ich auf jeden Fall noch ein wenig recherchieren.

Hier mal der Link zu der App:

GSII_Repair

So wie ich gelesen habe, gibt es aber noch eine App aus dem XDA Forum, welche sich ebenfalls dem Problem widmet.

Linux: nano, oder die bedienbare Alternative zu vi/vim :-)

Vermutlich wird mir hierfür jeder System Administrator vor die Schnauze hauen. :-)

Ich hasse vi und genauso den vim! *duck*

Ich musste letztens ein paar Skripte auf meinem NAS ändern und habe es mal wieder mit dem vi als Texteditor versucht… Ich breche mir bei dem Ding eher sämtliche Finger, als das ich in einem Skript auch nur eine Zeile sauber geändert bekomme…

Gott sei Dank konnte ich mir auf dem NAS nano nachinstallieren. Ja, nano ist schlicht und JA nano ist einfach. Aber mit nano komme ich bei Skripten einfach schnell ans Ziel.

Jeder der nach einer Alternative zu vi sucht, gerade auf Maschinen wo es keine Klicki Oberfläche gibt, sollte nano mal eine Chance geben.

Der Editor ist mittlerweile auch bei fast allen Distributionen per Default installiert.

Zwei kleine Tipps zu Thunderbird

Im Moment ist ja die große Zeit der Versionswechsel bei den großen Linux Distributionen. Wie immer probiere ich so gut wie alle auch einmal aus. Allerdings habe ich mir bei meinem letzten Versuch mein Thunderbird Backup zerschossen, sodass Thunderbird nicht mehr sauber gestartet ist.

Für alle die Thunderbird von Grund auf neu installieren wollen:

sudo apt-get purge thunderbird

Damit löscht man schonmal die Software inkl. der Konfigurationsdateien.

Allerdings (was auch erstmal nicht falsch ist) bleibt dadurch der persönliche Ordner im Homeverzeichnis stehen.

Diesen entfernt man mit einem gepflegten:

rm -r ~/.thunderbird/

Nun kann man sich Thunderbird neu installieren und fängt auch wirklich bei null an.

Gruppierung von Ordnern mit gleichem Namen:

Vom Smartphone her kenne ich es, dass ich einen gemeinsamen Posteingang für alle eingerichteten Mail Accounts habe. Bei Thunderbird habe ich diese Funktion immer vermisst, obwohl es sie scheinbar schon lange gibt. :-)

Einfach im Menü->Ansicht->Ordner->gruppiert wählen.

Und schon hat man zum Beispiel EINE Inbox über die ALLE Posteingänge sämtlicher Accounts verwaltet werden können.

Deinstallation von Dropbox unter Ubuntu

Dropbox wird in der Regel nicht über die normalen Paketquellen installiert, sondern von der Dropbox Homepage runtergeladen.

Falls sich jemand fragt wie man Dropbox wieder sauber vom System bekommt, hier die Lösung:

sudo apt-get remove nautilus-dropbox
rm -rf ~.dropbox
rm -rf ~.dropbox-dist

Und dann natürlich noch den persönlichen Dropbox Ordner aus dem Homeverzeichnis löschen.

Android: Neue Version von Tasker mit überarbeitetem UI und Variablen Anzeige

Seit Anfang der Woche gibt es seit längerer Zeit endlich mal wieder ein Update zur Automatisierungs-App Tasker. Wie ich schon öfter geschrieben habe, kann ich mir ein Android Smartphone ohne Tasker nicht vorstellen. :-)

Ich habe mir das Update zwar noch nicht bis ins Detail angeschaut, aber was auf jeden Fall ins Auge sticht ist ein überarbeitetes UI. Sieht deutlich schicker aus als vorher.

Absolut genial ist allerdings, dass man sich nun zur Laufzeit den Status bzw. die Werte von Variablen anschauen kann. Gerade der Umgang mit Variablen ist in Tasker nicht unbedingt trivial. Nun kann man sich aber per Knopfdruck alle selbst definierten Variablen anschauen und erkennt direkt welche Werte zur Zeit gesetzt sind. Genauso kann man die Werte direkt überschreiben umso wesentlich einfacher einzelne Tasks zu testen. Klasse!!!

Seit heute gibt es noch ein weiteres Update mit ein paar Bugfixes.

Hier geht es zu den Release Notes der beiden Updates: Release Notes Tasker

 

Hatte ich schon erwähnt, dass Tasker DIE MustHave App überhaupt ist? ;-)

WordPress Mini HowTo: Umzug zu neuer Domain

Wie ich bereits geschrieben habe, bin ich mit meinem Blog nun umgezogen.

Der Umzug lief im Großen und Ganzen ohne Probleme.

Hier mal ein kleines HowTo (so wie ich vorgegangen bin):

  1. Installation von WordPress auf dem neuen Server.
  2. Falls die Installation durch ein Skript (Knopf auf irgendeiner Webseite) des Providers geschieht, handelt es sich in der Regel um keine aktuelle Version von WordPress. Deswegen sollte direkt ein Update auf die aktuelle Version gemacht werden bzw. auf die Version vom alten Blog.
  3. Sicherung der Dateien vom alten Server (WordPress Installationsverzeichnis) mittels FTP Client
  4. Sicherung der Datenbank des Blogs. Da ich auf dem alten Server nur eine Datenbank für mehrere Applikationen zu Verfügung hatte, war mir der Export mit PhpMyAdmin zu mühselig. Beim Export/Dump werden alle Tabelle mitgenommen, obwohl WordPress nur ein paar wenige hat. Für den Export habe ich dann das WordPress Plugin WordPress Database Export benutzt. Das Plugin erstellt, im Prinzip genauso wie PhpMyAdmin, ein SQL mit dem sämtliche Tabellen inkl. der Inhalte erzeugt werden.
  5. Anpassung des SQLs. Hier kann fast komplett mit “Suchen & Ersetzen” gearbeitet werden. Einfach die URL des alten Blogs durch die des Neuen ersetzen.
  6. Die unter 3. gesicherten Dateien nun in das Installationsverzeichnisses von WordPress auf den neuen Server kopieren. Bereits vorhandene Dateien können einfach überschrieben werden.
  7. Nun gilt es den Daten Export in die neue WordPress Datenbank einzuspielen. Den Export hatte ich zwar mit dem WordPress Plugin gemacht, aber beim Import habe ich mich dann doch für PhpMyAdmin entschieden.
  8. Fertig! :-) Nun sollte man sich mal testweise an seinem neuen Blog anmelden.

Nach der Aktion bin ich auf zwei nennenswerte Fehler gestoßen, welche sich aber leicht beheben ließen.

a) Wenn ich mich anmelden wollte kam folgende Fehlermeldung:
Fatal error: Allowed memory size of 33554432 bytes exhausted (tried to allocate 80 bytes) in /var/….

Grund hierfür war ein vom Provider zu niedrig angesetztes PHP Speicher Limit. Das stand auf 16MB. Damit alles einwandfrei funktionierte musste ich das Limit auf 40MB erhöhen. Die Erhöhung erfolgt über  den Parameter: php_memory_limit=40. Bei meinem neuen Provider konnte ich die Einstellung direkt über den Browser vornehmen.

b) Der Blog ließ sich zwar aufrufen, allerdings waren sämtliche Links kaputt. Egal ob Verweise auf alte Artikel, Archive oder Topics. Auch hier war die Lösung schnell gefunden. Die Einstellungen für Permalinks schlagen sich auf die Datei .htaccess nieder. Da die Datei aus der alten Installation beim alten Provider stammte, passte diese natürlich nicht mehr zur neuen Installation. Für den Fall kann man entweder die Datei manuell ändern, oder noch einfacher über die Einstellungen im Blog selber. Hierzu einfach die Permalinks Einstellungen auf Standard setzen, speichern und danach wieder auf den gewünschten Wert.
Danach funktionieren auch alle Links wieder.