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Nachtrag zum Thema: owncloud für Synology NAS

Damit es nicht in den Kommentaren zum alten Artikel untergeht….

Eric aus dem Nachbarblog http://www.eg-blog.de/ hat ein spk Paket für das Synology NAS gebastelt.

Somit braucht man sich nicht mehr um die Konfiguration von owncloud kümmern und bekommt (wenn man die Quelle ins Paketcenter einträgt) auch gleichzeitig Updates mit!

Ich hatte noch keine Zeit es zu testen, aber auf jeden Fall schonmal Danke dafür!

Eigene(r) Dropbox/Cloud Storage mit Synology NAS und Sparkleshare

Online Speicher ist schon etwas feines. Mittlerweile gibt es auch zig Anbieter, welche Speicherplatz anbieten (Dropbox, Wuala, Sugarsync, etc…). Meistens bekommt man ein kleines bisschen Speicher sogar kostenlos, was in der Regel für ein paar Dokumente oder Bilder ausreicht. Will man mehr Speicher haben, muss man Geld bezahlen. Egal welcher Dienst, jeder hat seine Vor.- und Nachteile. Alle haben für mich aber etwas gemeinsam:

Jemand “Fremdes” hat MEINE Daten auf SEINEN Servern.

Und genau damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Aus diesem Grund bin ich schon länger auf der Suche nach einer Lösung um mein NAS als Online Storage zu nutzen. Bis jetzt habe ich die Platten im eigenen Netz über NFS gemounted, sodass ich mit allen Rechnern darauf zugreifen und die Dokumente bearbeiten konnte. Von Unterwegs via Android Telefon ging das ebenfalls über FTP, etc…

Komfortabler ist es aber die Dateien lokal zu bearbeiten, welche dann nach der Änderung automatisch zurück aufs NAS synchronisiert werden. Bei meiner Suche bin ich natürlich auch über Sparkleshare gestolpert.

Sparkleshare ist ein Open Source Client, welcher serverseitig ein GIT Repository benötigt.

Die folgende Anleitung bezieht sich auf einen Fedora Client und ein Synology NAS als Server. Für andere Systeme sollte es die Kombination an Software allerdings auch geben.

Installationsanleitung:

Einrichten des Synology NAS als Server

Vorbereitend muss das NAS in die Lage versetzt werden auch mit Fremdsoftware bestückt zu werden.
Hier gibt es ein gutes Tutorial dazu: Installation IPKG

Ist das Paketverwaltungssystem IPKG installiert geht es weiter mit der Installation von git.

Dazu muss man sich als root via ssh oder telnet auf dem NAS anmelden. Danach werden folgende Befehle abgesetzt:

ipkg update
ipkg install git

Nach wenigen Sekunden ist die git Installation abgeschlossen.

Falls man den Connect zum git Repository mit einem speziellen User machen möchte, sollte man diesen nun über das Webinterface (DSM) vom NAS anlegen.

Wichtig ist, dass am NAS SSH Login (DSM Webinterface) aktiviert ist, da Sparkleshare über ssh mit git redet. Damit der zu nutzende User sich dann auch wirklich über ssh anmelden kann muss die Datei

/etc/passwd noch geändert werden. Ich nutze nano also Editor, allerdings spielt der Editor keine Rolle.
Im folgenden Beispiel nenne ich den User einfach mal “Gituser”. Diesen müsst ihr dann durch den User von euch ersetzen.

nano /etc/passwd

Folgende Zeile muss geändert werden:
ALT:
Gituser:x:1026:100:Git:/var/services/homes/Gituser:/sbin/nologin
NEU:
Gituser:x:1026:100:Git:/var/services/homes/Gituser:/bin/sh

Ihr solltet euch nun testweise mit dem “Gituser” über ssh anmelden. Wenn die Anmeldung funktioniert geht es weiter.

Als nächstes sollte über das DSM Webinterface ein neuer “Gemeinsamer Ordner” angelegt werden. In diesem Ordner werden dann später die git Repository angelegt. Ich habe ihn bei mir GIT_REPO genannt. Wichtig ist, dass der User “Gituser” Schreibberechtigung für diesen Ordner bekommt!

Wenn der Ordner angelegt ist und die Berechtigungen stimmen, können wir nun auch unser erstes leeres Repository anlegen. Dazu melden wir uns als Gituser über ssh an und legen ein neues Unterverzeichnis im GIT_REPO Ordner an.

mkdir -p /volume1/GIT_REPO/Test

Nun wechseln wir in das Verzeichnis und erzeugen ein leeres Repository:

cd /volume1/GIT_REPO/Test
git init --bare

Damit haben wir unser erstes Repository und auch die ersten Arbeiten auf dem NAS abgeschlossen.

Einrichten von Sparkleshare auf dem Client:

Für Fedora sind folgende Zeilen in einem Terminal abzusetzen:

sudo curl -o /etc/yum.repos.d/sparkleshare.repo http://repos.fedorapeople.org/repos/alexh/sparkleshare/fedora-sparkleshare.repo
sudo yum install sparkleshare

Wie bereits erwähnt beziehe ich mich hier nur auf Fedora. Sparkleshare gibt es aber auch für andere Distributionen.
Die Installation auf dem Client ist damit abgeschlossen. Nun geht es an die Konfiguration.

Sparkleshare installiert sich als Dienst welcher über

sparkleshare start

starten, über

sparkleshare stop

anhalten und über

sparkleshare restart

neustarten lässt.

Nach dem ersten Start von Sparkleshare wird man aufgefordert seinen Namen und eine EMail Adresse einzugeben. Danach läuft der Dienst, welcher aber noch keine Repositories überwacht.

Wir fügen nun ein Repository hinzu über das Tray Icon von Sparkleshare (Menüpunkt “Füge ein gehostetes Projekt hinzu”. Folgender Dialog erscheint:

Repository einrichten

Da wir unseren eigenen Server nutzen wollen, wählen wir “On My Own Server”.
Als Adresse muss die IP des NAS eingetragen werden. Sparkleshare nutzt per default den Namen git, welcher beim Connect vor die IP gestellt wird. In unserem Beispiel haben wir aber den User Gituser vorgesehen, somit müsste der Eintrag für die Adresse wie folgt aussehen:

Gituser@IP_VON_EUREM_NAS

Der entfernte Pfad sieht dann so aus (wie in unserem Beispiel angelegt):

/volume1/GIT_REPO/Test

Nun klicken wir auf “Hinzufügen”, warten einen Moment und hoffen, dass eine Erfolgsmeldung kommt.

Damit man nicht immer ein Passwort für den ssh Connect eingeben muss, generieren wir uns nun ein ssh Schlüsselpaar und übetragen den Schlüssel auf das NAS.

Dies erfolgt so:

ssh-keygen
ssh-copy-id Gituser@IP_VON_EUREM_NAS

Auf dem Server entsteht folgende Datei mit den bekannten ssh Schlüsseln:

/volume1/homes/Gituser/.ssh/authorized_keys

Diese öffnen wir mit einem Editor unserer Wahl.

Auf dem Client öffnen wir die Datei:

/EUER_HOMEVERZEICHNIS/.config/sparkleshare/sparkleshare.EURE_EMAIL_ADRESSE.key.pub

In dieser Datei steht der ssh Schlüssel für Sparklshare. Diesen kopieren wir als neue Zeile in die geöffnete Datei authorized_keys.

Dadurch sollte Sparkleshare sich nun über ssh mit eurem Server verbinden können, ohne dass ihr ein Passwort eingeben müsst.

Das war es dann auch. Ab sofort sollten alle Dateien aus eurem lokalen Ordner im Hintergrund auf das NAS übertragen werden. Will man das Repository auf mehrern Rechnern nutzen, muss die Client Installation und ssh Konfiguration pro Rechner wiederholt werden.

Das ganze funkioniert bei mir auch recht zuverlässig. Der Dienst hat sich zwar schon ein paar Mal verabschiedet, aber ein Datenverlust ist mir bisher nicht entstanden.

Falls ihr Fragen habt oder ich etwas vergessen, meldet euch einfach.

Als nächstes werde ich dann mal owncloud ausprobieren. :-)

Synology NAS mit neuer Firmware DSM 4.0

Genau wie avm mit ihrem Fritz!OS Update hat nun auch Synology eine neue Version ihrer Firmware mit dem Namen DSM 4.0 am Start. Diese Version gab es schon länger als Beta Version zum Testen. Nun ist sie allerdings offiziell erschienen. Ich habe mir die neue Version am Wochenende mal installiert.

Die Installation lief zwar fehlerfrei durch, allerdings musste ich noch ein wenig nachbessern bis mein NAS wieder fehlerfrei lief. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich auf meinem NAS deutlich mehr Modifikationen laufen habe, als zum Beispiel auf meiner Fritzbox.

Probleme hatte ich mit dem Medienserver der durch das Update keine Dateien mehr gefunden hatte. Ich musste also die Indizierung der Mediendateien neu anstoßen was natürlich etliches an Zeit benötigt. Ferner greife ich über NFS auf die Platten zu was nach dem Update auch nicht mehr funktionierte. Hier musste man über das Webinterface einmal den NFS Dienst beenden und wieder starten.

Ich habe nur ein kleines Modell, sodass ich nicht in den Genuss aller neuen Features komme.
Das Webinterface wurde deutlich überarbeitet und bietet nun die Möglichkeit über kleine Widgets direkt den Status des NAS abzulesen. Ein Highlight ist sicher auch der neue Dienst Cloud Station. Dieser soll in Zukunft ermöglichen seinen eigene Onlinefestplatte ala Dropbox zu nutzen und die Dateien über mehrere Rechner hinweg zu synchronisieren. Der Dienst ist allerdings noch im Beta Status und die dazugehörigen Clients bisher nur für Windows verfügbar. Dennoch klingt das schon sehr vielversprechend zumal ich absolut kein Freund von diesen ganzen Onlinefestplatten bin. Da hat die eigene Cloud Platte doch erheblich mehr Charme, da ich weiss wer auf meine Daten zugreift.

Genauso wie AVM arbeitet auch Synology kontinuierlich an neuen Features für ihre Geräte, absolut LOBENSWERT!

Wer noch etwas zögerlich ist, kann die neue Version von DSM 4.0 auch erstmal online ausprobieren:

DSM 4.0 Live Demo

Synology Diskstation: SABnzbd anstelle der Downloadstation

Hier noch ein Kurztipp:

Wem die Downloadstation auf dem Synology NAS nicht so richtig gefällt:

Es gibt auch ein Dritthersteller Paket für SABnzbd! Bei mir läuft es einwandfrei!

SABnzbd für Synology

NAS: Weg von der Fritzbox… hin zu Synology…

Einer der Gründe warum ich mir damals die Fritzbox 7390 geholt habe, war u.A. dass sie eine kleine NAS Funktionalität mit an Bord hat. Natürlich ist die Box in erster Linie Router und Telefonanlage, aber ein “bisschen” NAS kann nicht schaden.

Ich habe die Fritzbox nun lange mit zwei USB Platten genutzt und war soweit auch ganz glücklich damit. Allerdings einen hohen Datendurchsatz hatte ich nie. Egal wie ich die Fritzbox angesprochen habe (FTP, CIFS, GVS) das absolute Maximum waren 3MB/s. Das war aber auch nur selten… sehr selten. Der Standard war eigentlich 1MB/s. Für den Zugriff über das Internet zum Laden von Dokumenten oder Bildern reichte das. Auch zum Streamen von Musik oder Filmen war es ausreichend. Wenn allerdings mehrere GB an Daten über die Leitung geschubst werden sollten, hat die Fritzbox doch sehr schnell “dicke Backen” bekommen…

Die beiden Platten die ich bisher an der Box hatte, waren beides 2,5 Zoll Platten OHNE externe Stromversorgung. Da mir die Platten aber zu klein waren, habe ich andere an die Box gehängt. Damit begannen dann die wirklichen Probleme. Dabei ist dann rausgekommen, dass mir die Fritzbox absolut keine Rufnummer von eingehenden Anrufen mehr anzeigen mochte, solange ein Gerät mit externer Stromversorgung angeschlossen war. Ganz egal, ob Drucker, USB.- Netzwerkswitch, Platte… Sobald ein Gerät angeschlossen wurde, welches über eine eigene Stromversorgung verfügte, zeigte mir die Fritzbox keine Nummer mehr an… nur noch unbekannt. Ich habe alles mögliche ausprobiert. Neues UTP Kabel, neues STP Kabel, andere Steckdosen, andere Räume, etc… Nichts hat hier geholfen. ich habe sogar von AVM ein Austauschgerät bekommen um einen Hardwaredefekt auszuschliessen. Aber auch damit kam keine Besserung. Dadurch griff natürlich auch keine Regel mehr, welche auf Rufnummern reagieren sollte.

Irgendwann war ich es dann einfach leid.

Da mir das Thema NAS bei der Fritzbox sowieso nicht so gut gefiel entschloss ich mich ein kleines richtiges NAS von Synology zu kaufen. Also habe ich alle Platten wieder von der Fritzbox genommen und nun an das Synology Gerät geklemmt.

Konsequenz: JETZT weiss ich wie schön und schnell ein NAS sein kann (selbst bei den USB Platten habe ich einen Durchsatz von 15-20 MB/s) und ich bekomme wieder Telefonnummern angezeigt. :-)

Ich möchte hiermit auf keinen Fall die Fritzbox oder AVM bashen, mein Problem wird auch sicher hier im Haus mit den Stromleitungen zu tun haben, aber falls jemand etwas unzufrieden ist mit der NAS Funktionalität, kann ich jedem nur empfehlen mal ein NAS von Synology anzutesten. Die Geräte sind als Netzwerkspeicher hergestellt, Fritz NAS ist ein Goodie und das merkt man wenn man mal den Vergleich hat.

Über das Synology Nas werde ich in Zukunft sicher auch ein paar Artikel schreiben… im Moment fehlt mir hier leider die Zeit.

Für alle Neubesitzer: Hier ist schon einmal ein sehr gutes Wiki: Synology-Wiki